Nach fast 50 Jahren Pause wird seit bald vier Monaten an der Rosenstrasse 11 in der ehemaligen Toilettenseifenfabrik Aspasia AG wieder Seife hergestellt. Das Projekt geht auf eine Idee von Tanja Polli und Urs Mettler (indyaner media gmbh) zurück, die in Zusammenarbeit von vier Firmen und Institutionen realisiert werden konnte.
Trägerin des Projekts ist die Brühlgut Stiftung für Menschen mit Beeinträchtigung, die in den ersten zwei Jahren durch die Buchmann-Kollbrunner-Stiftung und die Aspasia AG unterstützt wird (Anschubfinanzierung). Am Eröffnungsapéro vom 17. November demonstierten Andreas Signer, Severin Streich und Monika Polli, wie Ringelblumenseife entsteht. Neben dieser gelbgoldenen, nach den Blüten duftenden Seife werden an zwei Tagen pro Woche vorerst noch vier weitere Seifen hergestellt: Aprikosen-, Lemongras-, Oliven- und Verveineseife.
Thomas Fries (Aspasia AG und Buchmann-Kollbrunner-Stiftung) und Thomas Balsiger (Brühlgut Stiftung) berichteten, wie sich im Laufe der letzten zwei Jahre das Savonnerie-Projekt in einer schönen Zusammenarbeit entwickelt hat und mit welchen Herausforderungen eine handwerkliche Seifenproduktion heutzutage konfrontiert ist: Die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat oberste Priorität, aber auch wichtige staatliche Anforderungen der Kosmetikbranche müssen berücksichtigt werden.
Einen kleinen Einblick in die Geschichte gab Anna-Verena Fries (Aspasia AG). Sie betonte die Tatsache, dass die Seifenherstellung der früheren Fabrik zu 85% Frauensache war und erläuterte anhand eines Katalogs aus dem Jahr 1916 die Vielfalt der damaligen Produktion
Presse-Berichte:
- Winterthurer Jahrbuch: Savonnerie im Jahrbuch Winterthur 2023
- Der Landbote: Seite_5_Der_Landbote_2023-12-06
- Winterthurer Zeitung: Savonnerie Winterthurer Zeitung 2023_11_23




